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Allergologie

  • Krankheiten und Symptome

  • Diagnostische Methoden

  • Therapiemöglichkeiten

Krankheiten und Symptome

Allergie ist definiert als  spezifische Änderung der Immunitätslage im Sinne einer krankmachenden Überempfindlichkeit gegenüber exogenen, nicht-infektiöse Stoffe. Allergien werden über verschiedene immunologische Mechanismen vermittelt, die sich zum Teil nur auf die Haut konzentrieren jedoch auch jedes weitere Körperorgan betreffen können.

Allergien spielen eine Rolle bei:

Gegen fast alle vorkommenden Substanzen können Allergien vorliegen. Häufige Allergene sind unter anderem:

  • Heuschnupfen
  • Neurodermitis
  • Nesselsucht (Urtikaria)
  • Nahrungsmittelallergie
  • Kontaktekzemen
  • Asthma
  • Anaphylaxie
  • Pollen
  • Hausstaubmilbenkot
  • Katzen- und Hundehaare
  • Insektengifte
  • Duftstoffe
  • Haushalts- und Kosmetikprodukte
  • Arzneimittel

Symptome können vom Hauptsymptom Juckreiz bis zur Hautveränderung, Luftnot, Blutdruckabfall oder Übelkeit reichen.

 

Diagnostische Methoden

Reibtest: Bei hochgradig Sensibilisierten wird das Allergen auf der Haut des Unterarmes gerieben.

Prick-Test: Nahezu schmerzloses Einbringen eines Allergenextraktes (ca. 10-6 ml) in die Haut des Unterarmes mittels spezieller Lanzette. Nach 15 Minuten bei positivem Resultat Bildung einer Quaddel

Prick-to-Prick-Test: Prick-Test einer realen Testsubstanz (zB Nahrungsmittel oder Katzenhaar)

Scratch-Test: Zartes oberflächliches Einritzen der Haut unter dem auf die Haut aufgebrachtem allergenen Material

Intrakutantest: Intrakutanes Einbringen von ca. 0,02ml eines verdünnten Allergenextraktes in die Haut (zB bei Bienen- oder Wespengifttestungen)

Epikutantest: Aufkleben von Allergenen auf die Haut. Hierduch wird die Allergie vom verzögerten Typ (Kontaktekzem) evaluiert. Der Epikutantest wird nach 20 Minuten (für Sofort-Typ-Reaktionen) bzw. nach 2 und 3 Tagen abgelesen und ausgewertet.

Atopie-Patch-Test: Epikutantest, der speziell für Neurodermitiker entwickelt wurde ermöglicht die Beurteilung der Relevanz einer positiven Reaktion im Prick-Test bzw. in der Antikörperdiagnostik (u.a. Katzenschuppen, Hausstaubmilbenallergen, Gräser- und Birkenpollen.

Provokationstests: Verdächtige Substanzen können unter notfallmedizinischer Überwachung nasal, pulmonal, konjunktival oder oral provoziert werden.

Antikörperdiagnostik: Sensibilisierungen gegenüber Allergenen können auch über eine entsprechende Antikörperdiagnostik im Blut festgestellt werden.


Therapiemöglichkeiten

Die Forschung bzgl. therapeutischer Möglichkeiten hat in der Allergologie stetig zugenommen. Sinnvoll ist eine integrative Therapie mit ausgewogener Kombination von kausalen Therapien (Hyposensibilisierung und Akupunktur) und symptomatischen Therapien (Pharmakotherapien, Phytotherapie, Ernährungstherapie, physikalische Therapie, Klimatherapie)

Hyposensibilisierung: Goldstandard in der kausalen Behandlung von Insektengiftallergien und Rhinokonjunktivitis allergica

Akupunktur: Sinnvoller Einsatz laut aktueller Studienlage bei Rhinokonjuktivitis allergica, Juckreiz und Neurodermitis

Pharmakotherapie: Eine Vielzahl von Medikamenten weißt spezifische Effekte gegenüber allergischen Symptomen auf (u.a. Antihistaminika, Mastzellstabilisatoren, Leukotrienrezeptorantagonisten, Glukokortikosteroide, Sympathikomimetika, Anticholinergika, Phosphodiesterasehemmer, Sekretolytika, monoklonale Antikörper)

Phytotherapie: Einige Phytotherapeutika bzw. Mischungen weisen spezifische Effekte bei Rhinokojunktivitis allergica, Neurodermitis und allergischem Asthma auf.

Vitamine: Die Gabe von Vitaminen kann sich günstig auf allergische Symptome auswirken; so kann zB ein Mangel der Vitamine A, C und D mit Asthma einhergehen.

Ernährungstherapie: Speziell bei Nahrungsmittelallergien ist eine spezielle Ernährungstherapie sinnvoll. Probiotika korrekt eingenommen können Neurodermitis verhindern.

Physikalische Therapie und Entspanungsmethoden: Speziell bei allergischem Asthma kann durch entsprechendes Training der Lunge die Symptomatik verbessert werden

Klimatherapie: Aufenthalt am Meer bzw. im Hochgebirge bewirkt aufgrund des veränderten Allergengehaltes oftmals Besserung bei Neurodermitis, Heuschnupfen und allergischem Asthma